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Arbeitsgemeinschaft Biotop- und Eulenschutz
am Stemweder Berg
kurz.. AG-Eulenschutz
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Oben licht und unten dicht
aktuelles zum Heckenschnitt
So lautet ein wichtiger Grundsatz zur Heckenpflege die jetzt wieder ansteht. In einem vorhergehenden Bericht wies die AG-Eulenschutz auf die Rolle der Feldhecke im ökologischen System hin. Zur Zeit steht der Heckenschnitt an und der muss richtig durchgeführt werde. Zeitpunkt und Termine für Heckenschnitt richten sich natürlich nach dem Wachstum der Pflanzen in der Vegetationszeit.
Es ist aus naturschutzrechtlichen Gründen aber nicht alles beim Heckenschnitt immer erlaubt. Brütende Vögel und andere Kleintiere können Schaden nehmen, wenn man die Dinge beim Rückschnitt von Bäumen, Sträuchern und Heckenpflanzen falsch anpackt! Generell ist der Heckenschnitt in Nordrheinwestfalen und in Niedersachen vom 1. März bis zum 30. September verboten.
Um Hecken langfristig zu erhalten, müssen diese von Zeit zu Zeit verjüngt werden. Ansonsten überaltern die Hecken: die Heckensträucher tragen kaum mehr Früchte, werden innen kahl oder sterben ganz ab. Am besten geeignet ist das so genannte "Auf-den-Stock-setzen" der Hecke. Dabei werden jeweils in Abschnitten von 20-30 m alle Sträucher in der Hecke in wenigen Zentimeter Höhe abgeschnitten. Markante Einzelbäume sollten jedoch als so genannte "Überhälter" stehen bleiben.
Der falsche Weg, eine Hecke komplett auf den Stock gesetzt
Wichtig ist, dass eine Heckenreihe nicht komplett entfernt wird, sondern dass jeweils im Wechsel Heckenabschnitte stehen bleiben. Diese bieten den Heckenbewohnern auch in den folgenden Jahren einen Lebensraum und können dann auf-den-Stock-gesetzt werden, wenn die bereits beschnittenen Sträucher wieder gut ausgetrieben haben. Dieses abschnittsweise auf-den-Stock-setzen alle 10-15 Jahre reduziert auch den Pflegeaufwand deutlich. Demgegenüber verpasst der - leider weit verbreitete - alljährliche Flankenschnitte der Hecke einen unansehnlichen "Irokesenschnitt" und verursacht unnötig viel Arbeit. Außerdem raubt er der Hecke Saum und Mantel, wodurch diese für viele Heckenbewohner an Attraktivität verliert.
Ein richtiger und zeitgerecht abgestimmter Heckenschnitt leistet nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz, sondern trägt auch zur Brennholzgewinnung, die immer mehr an Bedeutung gewinnt, bei.
Leider gibt es auch immer wieder unschöne Ereignisse, bei denen zum Beispiel ganze Hecken komplett gerodet, oder Vogelschutzgehölze als wilde Müllkippe genutzt werden. Fritz Dannhus von der AG-Eulenschutz begann vor ca. einem Jahr die Heckenstrukturen im Bereich des nördlichen Stemweder Berges zu erfassen und zu kartieren. Von den Bereits erfassten Heckenstrukturen sind leider schon wieder die eine oder andere komplett gerodet worden.
Mit viel Mühe, Aufwand und Engagement hat die AG-Eulenschutz in den letzten 10 Jahren mehr als 20 ha Hecken, Streuobstwiesen und Baumalleen gepflanzt und gepflegt. Zur Zeit entsehen im Bereich Wehdem/Westrup, sowie am nördlichen Stemweder Berg wieder einige interessante Neuanpflanzungen. Sollten Sie Interesse haben als Kooperationspartner der AG-Eulenschutz mitzuwirken oder auch Flächen zur Verfügung zu stellen, wenden Sie sich bitte an Fritz Dannhus Tel.: 05447363 oder an Petra Israel 05474 60 21 94. Über die Arbeit der AG-Eulenschutz und deren Projekte finden Sie weitere Informationen unter www.eulenschutz.org. Falls Sie selber Hand anlegen möchten finden Sie hier auch verschiedene Pflanzlisten.
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4,25 ha. neue Aufforstungsfläche in Bereich Brockum

Neue Steuobswiese bei Schmalge in Westrup

Hegering Lemförde pflanzt für die Eule In einer gemeinsamen Pflanzaktion konnten die Jäger des Hegeringes Lemförde, Mitarbeiter von ZF-Lemförder und Mitglieder der AG-Eulenschutz eine ca. 4500qm große Fläche mit 2000 heimischen Holzsorten bepflanzen.

Die neu angelegte Fläche befindet sich in der Gemeinde Brockum zwischen dem Friedhof und Brunnen 4. Bei der Auswahl der Hölzer wurde wie gewohnt Augenmerk auf die Auswahl heimischer Gehölze wie Hartriegel, Pfaffenhütchen, Weißdorn oder Hasel gerichtet. Die Gruppierung der einzelnen Pflanzen beruht auf eine im Vorfeld durchgeführte wissenschaftliche Untersuchungen, nach der einzeln stehende Solitärbäume von einer Schutzhecke umgeben werden. Dieser Bereich soll den Eulenvögeln in 3-4 Jahren eine besondere Ruhezone als Tageseinstand und aus eine Rückzugszone nach der nächtlichen Mäusejagd bieten. Wie auch schon bei anderen Flächen wurde hier mit der Samtgemeinde Lemförde ein langjähriger Nutzungsvertrag geschlossen. Für die Beschaffung des Pflanzmaterials wurden seitens des Niedersächsischen BINGO-Lottos, der AG-Eulenschutz und des Landesjagdverbandes Niedersachsen finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt. Besonders erfreulich ist bei dieser Pflanzaktion, dass Jäger des Hegeringes Lemförde bzw. die Brockumer Jäger hier Hand anlegten und den Spaten zur Biotopsverbesserung in die Hand nahmen. Unter der Federführung von Fritz Dannhus ließen es sich auch Alexander Hersselbart und Friederich Möhlenpage von der AG-Eulenschutz nicht nehmen selber zu pflanzen. Der bisher lange und kalte Winter hat den heimischen Eulen in diesem Jahr besonders zugesetzt, da der Vorrat an Mäusen auch schnell zur Neige ging.
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Eulenfreunde versammeln sich im Jägerheim in Hollwede
(JHV 04 2008)
Zu der diesjährigen Jahreshauptversammlung der AG-Eulenschutz im Jägerheim in Hollwede, konnte der Vorsitzende Paul Ballmeyer zahlreiche Mitglieder aus Beirat und Vorstand begrüßen. Ein anstrengendes, aber auch ein sehr erfolgreiches Jahr sei es gewesen, so Ballmeyer. Ein besonderes Ereignis war auch die Ausstellung Eulen und Menschen im Schäferhof in Stemshorn, die mehr als 3000 Besucher im vergangenen Jahr aufsuchten. Diese Ausstellung wurde in erster Linie von der Diplom Biologin Janina Jördens, aber auch von den Mitgliedern, betreut. Insbesondere wurden mit der Ausstellung Schulen und Kindergärten angesprochen. Frau Jördens wusste zu berichten, das einige Kinder und Jugendliche von dem Thema Eulen und Naturschutz so sehr beeindruckt waren, dass sie die Ausstellung sogar mehrmals besuchten und weitere Besucher mitbrachten. Eine sicherlich sehr schöne und erfolgreiche Methode, die Jugend für den Naturschutz zu begeistern. Wer sich an die ersten Flächen, die vor 10 Jahren angelegt wurden erinnert, und jetzt sieht wie herrlich diese angewachsen sind, kann bestätigen, dass wir aktiven Naturschutz zum Anfassen betreiben, der sofort nachvollziehbar ist, so Paul Ballmeyer. Wer den Stemweder Berg auf der Ringstraße befährt kann sich unmittelbar von den in den vergangenen 10 Jahren gewachsenen Erfolgen überzeugen. Natürlich haben das Anlegen und die Pflege dieser Flächen schon eine beachtliche Menge Geld verschlugen, aber dank der Hauptsponsoren ZF-Lemförder und Bingo-Lotto in Niedersachen, konnten auch größere Projekte beruhigend angegangen und zu ende geführt werden. Zu dem Thema Eulen und Naturschutz wird Zeit bei der AG-Eulenschutz an einem Eulenführer gearbeitet, der bis zum End des Jahres der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden soll. Die bisher zur Verfügung stehenden Unterrichts- und Lehrmaterialien werden aktuell ebenfalls ergänzt und weiterentwickelt. Aber auch an der Lemförder Ferienkiste, an einem Lernort-Natur-Nachmittag am Jägerheim in Hollwede und an verschiedenen Aktionstagen im Zoo Osnabrück beteiligten sich die Mitglieder der AG-Eulenschutz.

Der Geschäftsführer der AG-Eulenschutz, Fritz Dannhus konnte von 4 neu angelegte Naturschutzflächen rund um den Stemweder Berg berichten, von denen die größte im Bereich Brockum ca. 4,25 ha. beträgt. In Stemshorn wurden auf einer neu angelegten Fläche 450 Sträucher und Bäume gepflanzt und in Westrup konnte vor Schmalge eine Streuobstwiese angelegt werden. Es reicht nicht nur Nistkästen aufzuhängen und Statistiken zu erstellen, sondern man muss einer Spezies schon den geeigneten Lebensraum bieten bzw. diesen verbessern um sie zu erhalten und zu binden. Wenn der geeignete Lebensraum zur Verfügung steht, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit damit zu rechnen, dass sich vorhandene Arten stabilisieren und neue hinzukommen. Durch die mittlerweile 28 ha Streuobswiesen, Heckenstrukturen und Baumanpflanzungen, die in den vergangenen 10 Jahren rund um den Stemweder Berg von der AG-Eulenschutz angelegt wurden, konnten den heimischen Eulen neue geignete Jagd- und Ruhearelale zur Verfügung gestellt werden. So wurden unter anderem in 6 neuen und gezielt aufgehängten Nistkästen die Brut von jungen Steinkäuzen nachgewiesen. Zur Erfassung und Kartierung der bisher angelegten Flächen musste im vergangenen Jahr das bisherige Kataster überarbeitet und ergänzt werden. Die Pflege der Eulenflächen, die allesamt in gutem Einvernehmen mit den Eigentümern, der AG-Eulenschutz zur Bepflanzung und Pflege überlassen wurden, wird ausschließlich von den Mitgliedern, sowie einigen Hilfskräfte durchgeführt. Wer sich aktiv für den Naturschutz engagieren möchte, findet bei der AG-Eulenschutz ein breites Betätigungsfeld, so Dannhus.
Zum 10-Jährigen Jubiläum wurde von Wolfgang Babina ein Bildband erstellt, der Fotos von den Jubiläumsveranstaltungen und von den verschiedenen Naturschutzflächen, im Jahreszeitenwechsel, zeigt. Die erste Ausgabe dieses Bildbandes konnte der Vorsitzende Paul Ballmeyer an den Geschäftsführer Fritz Dannhus als kleines Dankeschön für seine bisher geleistet Arbeit überreichen. Über die Internetseite www.eulenschutz.org kann man ein Fotoalbum zu den Eulenflächen ansehen, die Stimmen der heimischen Eulen anhören, Kartenmaterial ansehen und hinweise zu Infomaterialien bekommen. Die Vorführung der Stimmen der heimischen Eulen in unserer Ausstellung fand so ein großes Interesse bei den Besuchern, dass wir uns kurzfristig dazu entschlossen haben, die Eulenstimmen als Dowload auf der Internetseite zur Verfügung zu stellen, so Wolfgang Babina. Leider konnte Fritz Dannhus auch von negativen Begegnungen berichten. In vergangenen Jahr habe leider auch der Vandalismus keinen halt vor den Eulenflächen gemacht. So wurden kennzeichnende Schilder abgerissen, Jungpflanzen gekappt und Stützpfähle entfernt. Bleibt nur die Hoffnung das diese Naturschutzflächen, die Mensch und Tier dienen, in Zukunft von solchen Aktionen verschont bleiben.
Sollten Sie Interesse daran haben, der AG-Eulenschutz eine Fläche zur Verfügung zu stellen, sich an der Arbeit der AG-Eulenschutz zu beteilige oder einfach Info oder Lehrmaterial benötigen, können Sie sich gerne an Frau Petra Israel (Petra.Israel@ZF.com ) oder telefonisch 05474 60 2194 wenden.
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AG-Eulenschutz erwartet aufregendes Jubiläumsjahr
In diesem Jahr jährt sich die Gründung der AG-Eulenschutz zum 10ten mal und dies ist Grund genug dieses Ereignis in einem würdigen Rahmen zu feiern. In den verschiedenen Gremien laufen die Vorbereitungen zu den das ganze Jahr begleitenden Aktivitäten. Neben den üblichen Festakten konnte Alexander Hesselbarth eine Eulenausstellung verpflichten, wie sie hier im heimischen Raum ihres gleichen sucht. Auf einer 135 qm großen Fläche wird im alten Schafstall am Schäferhof in Stemshorn diese Ausstellung vom 03.08. bis 07.10. für den Besucherverkehr zur Verfügung stehen. Die von Dieter Lubsch zur Verfügung gestellte Ausstellung enthält verschiedene Module zu den Themen europäische Eulen, Eulenbiologie, Eulenschutz, Eulen in Kunst und Kultur und vieles mehr. Zusätzlich wird ein interaktives Multimedia-Programm zur Verfügung gestellt, das besonders Schulklassen ansprechen soll. Wir wollen besonders die Grundschulen in der näheren Umgebung mit dieser Ausstellung ansprechen, so Wolfgang Babina Pressesprecher der AG-Eulenschutz. In Verbindung des für Schulen kostenlosen Ausstellungsbesuches bietet sich die Dümmerniederung für viele anschließende Aktivitäten an. Natürlich sind Kindergärten ebenso herzlich willkommen. Ein entsprechendes Rahmenprogramm wird zur Zeit erarbeitet. Infotainment (unterhaltsame Vermittlung von Bildungsinhalten) soll den Besuchern jeweils am Montag und Dienstag (Schulklassen nach Bedarf) Mittwoch und Donnerstag von 15.00 bis 18.00 Uhr und Freitag, Samstag und Sonntag von 10.00 bis 18.00 Uhr geboten werden. Interessierte Gruppen können sich jetzt schon bei Petra Israel Tel. 05474 60 2194 oder per e-mail petra.israel@zf.com informieren.
Unsere bisherigen Aktivitäten wären ohne unseren Hauptsponsor ZF-Lehmförder-Fahrwerktechnik gar nicht möglich gewesen, so Geschäftsführer Fritz Dannhus. In den vergangenen 10 Jahren wurden ca. 25 Hektar Fläche rund um den Stemweder Berg mit Hecken, Feldgehölzen und Einzelbäumen als aktiver Naturschutz bepflanzt. Laut Dannhus wurden im Bereich Brockum erst kürzlich 33.000 Quadratmeter mit heimischen Pflanzen neu bepflanzt. Hierbei handelt es sich um ein langfristiges Aufforstungsprojekt mit Traubeneichen, Rotbuchen, Eschen, Bergahorn und Wildkirsche in der Hauptzone, sowie Holunder, Schlehe, Pfaffenhütchen und Hundrose in der Randzone, um nur einige Arten zu nennen. Weiterhin wird bei den Eulenschützern zur Zeit an der Erstellung eines Flächenkatasters gearbeitet zu dem seitens der Gemeinden Stemwede und Lemförde unbürokratisch Hilfestellung geleistet wurde. Zur Unterstützung wurde Hartmut Tacke aus Westrup vom Vorstand in den Beirat berufen und die Diplom-Biologin Janina Jördens wurde zur wissenschaftlichen Unterstützung für die anstehenden Aufgaben hinzugezogen. Die anstehende Aufgaben im Jubiläumsjahr können nur geschultert werden, wenn alle Mitglieder aus Vorstand und Beirat aktiv mit in die Speichen greifen, so Alexander Hesselbarth von den Eulenschützern. Weitere Informationen zur Eulemausstellung finden Sie im Internet unter www.luksch-ausstellungen.de.
Ausstellung Eule und Mensch
Immer schon fühlte sich der Mensch von Eulenvögeln fasziniert. Der lautlose Flug durch die Nacht, die unheimlichen Laute, die sie von sich geben, das "menschliche" Gesicht und ihr intensiver Blick versetzte die Menschen häufig in Angst und Schrecken, führte zu vielerlei Ausdeutungen und zur Verfolgung der Eulen. Einige Arten sind heute gefährdet und von der Ausrottung bedroht. Eulen sind nachtaktive Jäger mit ausgezeichnetem Gehör- und Gesichtsorganen. Die Eulenbiologie gibt einen Einblick in die besonderen Fähigkeiten und Merkmale der Eulen. Ihre Nahrung besteht aus Kleinsäugern wie Mäuse und Ratten, aus Vögeln, Fröschen usw. Sie tragen somit zum ökologischen Gleichgewicht in der Natur bei. Zu sehen sind unsere, wegen ihrer nachtaktiven Lebensweise in freier Natur nur sehr selten zu beobachtenden einheimischen Eulen in ihrer natürlicher Umgebung. Eule ist nicht gleich Eule. Die Ausstellung vermittelt einen Eindruck der weltweiten Artenvielfalt. In Europa gibt es 13 Arten, weltweit ca. 137 Arten. Eulen sind Feinde der übrigen Vogelwelt. Wenn andere Vögel sie am Tag im Baum entdecken, fallen sie lärmend über sie her ("hassen","spektakeln"). Dieses Verhalten hat der Mensch schon immer zur Vogeljagd ausgenützt, besonders der Uhu wurde in der Hüttenjagd als Lockvogel angesetzt. Heute ist die Gefährdung weniger durch Jagd, als durch Brutplatzmangel, Pestizide, Zunahme von Industrie und Straßenverkehr gegeben. Zahlreiche Schutzmaßnahmen, wie Nisthilfen und Aufhängen von Nistkästen sind nötig, um die Erhaltung der Eulen zu gewährleisten. Auch sie werden in dieser Ausstellung vorgestellt.

Der Formwille der Menschen wurde zu allen Zeiten von der Gestalt der Eule angeregt. Als Begleiterin der Wissenschaftsgöttin Athene wurde sie zum Symbol der Weisheit und findet sich auf griechischen Münzen und Gefäßen. Ein widersprüchliches Bild ergab sich im Mittelalter, als die Eule einerseits das Böse, die Unbelehrbarkeit, den Tod verkörperte, auf der anderen Seite Christus selbst. In der Renaissance verwandelte sich die Eule zum amüsanten Naturwesen, zum Zeichen der Lebenslust und Trinkfreudigkeit Vieldeutigkeit und Zwielichtigkeit des Vogels regen die Phantasie der Künstler zu immer neuen Gestaltungen an. In allen Materialien stellt das Kunstgewerbe weltweit Eulen für Sammler zur Verfügung. Der Eulengarten mit seinen großen Kunsteulen und zahlreiche kleine Kunsteulen aus den verschiedensten Erdteilen, Kulturen und Materialien geben ein Beispiel dafür.
Uhu Marlies hatte großes Glück
Mehr als großes Glück hatte ein Uhu, der kürzlich am Stemweder Berg wieder in die Freiheit entlassen wurde.
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Bei der Kontrolle eines Güllekanals traute ein Landwirt aus Arrenkamp fast seinen Augen nicht. Starten ihn von dort aus doch ein Paar große Uhuaugen an. Sofort verständigte er Hartmut Tacke von der AG-Eulenschutz und gemeinsam befreiten sie den Unglücklichen aus seiner misslichen Lage. Da das Federkleid schon sehr angegriffen war, nahm man an, das der Uhu sich schon längere Zeit in dieser Situation befand. Zunächst einmal wurde er gründlich abgebraust und von Unrat befreit. Aber damit war seine Geschichte noch lange nicht zu ende. Tacke informierte sich bei der Biologiestation des Kreises Minden Lübbecke in Minden Kuthenhausen, was jetzt zu tun sei. Ein Mitarbeiter der Biologiestation riet ihm das Tier bei Dr. Böttcher in Friedewalde untersuchen zu lassen. Nachdem Dr. Böttcher den erbärmlichen Allgemeinzustand festgestellt hatte, aber ansonsten keine Verletzungen finden konnte, wurden dem Uhu einige Präparate zur Stärkung verabreicht. Die nächste Station seiner Reise war nun die Biologiestation in Kuthenhausen. Hier sollte der Uhu sich ein paar Tage ausruhen. Und wieder ausgepäppelt werde. Nach einigen Stunden der Verunsicherung zeigte der Neuzugang aber schon großen Appetit und konnte sich an einem Tag ganze 11 Eintagskücken einverleiben, so Jürgen Langmann von der Biologiestation. Man rechnete mit 2-3 Wochen bis zur Auswilderung. Dank der guten Pflege begann der Besucher nach 7 Tagen gegen die Volliere zu fliegen und tat somit seinem Freiheitsdrang Kund. Kurzentschlossen trafen sich in den Abendstunden Hartmut Tacke und die Biologen Jürgen Langmann und Stephan Böttcher am Stemweder Berg zur Auswilderung. Da es sich um ein Uhuweibchen handelte wurde es von Tacke kurz vor der Auswilderung auf den Namen „Marlies“ getauft. Zunächst wollte der Uhu, dessen Federkleid wieder fast wieder hergestellt war, seine Zwangshausung nicht verlasse. Nach etwas Zureden und schütteln des Transportbehälters bedanke er sich mit einem drohenden Schnabelklappern und entschwand im Segelflug in die Abenddämmerung. Auf einem entfernten Baum nahm er erst einmal die neue, alte Umgebung in Augenschein. Schön zu wissen, dass die Biotopsverbessrungen der AG-Eulenschutz am Stemweder Berg auch zur Ansiedlung des Uhus beigetragen haben, so Tacke. An dieser Stelle auch vielen Dank an Dr. Böttcher und die Biologen Jürgen Langmann und Stephan Geschke, die diese Rettung erst ermöglicht haben
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4,25 ha. neue Aufforstungsfläche in Bereich Brockum
Neue Steuobswiese bei Schmalge in Westrup
Hegering Lemförde pflanzt für die Eule In einer gemeinsamen Pflanzaktion konnten die Jäger des Hegeringes Lemförde, Mitarbeiter von ZF-Lemförder und Mitglieder der AG-Eulenschutz eine ca. 4500qm große Fläche mit 2000 heimischen Holzsorten bepflanzen.
Die neu angelegte Fläche befindet sich in der Gemeinde Brockum zwischen dem Friedhof und Brunnen 4. Bei der Auswahl der Hölzer wurde wie gewohnt Augenmerk auf die Auswahl heimischer Gehölze wie Hartriegel, Pfaffenhütchen, Weißdorn oder Hasel gerichtet. Die Gruppierung der einzelnen Pflanzen beruht auf eine im Vorfeld durchgeführte wissenschaftliche Untersuchungen, nach der einzeln stehende Solitärbäume von einer Schutzhecke umgeben werden. Dieser Bereich soll den Eulenvögeln in 3-4 Jahren eine besondere Ruhezone als Tageseinstand und aus eine Rückzugszone nach der nächtlichen Mäusejagd bieten. Wie auch schon bei anderen Flächen wurde hier mit der Samtgemeinde Lemförde ein langjähriger Nutzungsvertrag geschlossen. Für die Beschaffung des Pflanzmaterials wurden seitens des Niedersächsischen BINGO-Lottos, der AG-Eulenschutz und des Landesjagdverbandes Niedersachsen finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt. Besonders erfreulich ist bei dieser Pflanzaktion, dass Jäger des Hegeringes Lemförde bzw. die Brockumer Jäger hier Hand anlegten und den Spaten zur Biotopsverbesserung in die Hand nahmen. Unter der Federführung von Fritz Dannhus ließen es sich auch Alexander Hersselbart und Friederich Möhlenpage von der AG-Eulenschutz nicht nehmen selber zu pflanzen. Der bisher lange und kalte Winter hat den heimischen Eulen in diesem Jahr besonders zugesetzt, da der Vorrat an Mäusen auch schnell zur Neige ging.
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