Biotope

Die Eulenhege besteht aus drei Grundelementen.
Alle Eulenvögel benötigen ruhige Tageseinstände, ausreichend Brutbiotope und vor allem Jagdareale. 
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Naturnahe Zonen, wie Altgrasflächen (teilweise kurzrasig), Feldraine, Krauter- und Grassäume von Hecken und Feldholzinseln, Streuobstbereiche lassen Eulen am schnellsten zum Jagderfolg auf Kleinnager, ihre Hauptbeutetiere, kommen. Solitärbäume, Baumgruppen, Feldholzinseln, Hecken, Streuobstbereiche, Säume, Brachen und Altgrasflächen sind die wichtigsten Requisiten unserer Eulenlebensräume. Diese Landschaftselemente sind gleichzeitig Lebensräume aller Wildtiere im Freiland und gesicherter Standort für viele Pflanzengesellschaften.

Die heutigen Veränderungen im Lebensraum der Eulen, wie die Verdrahtung der Umwelt, überdimensionale Glasfronten, die Mechanisierung der Landwirtschaft, Sekundärvergiftungen durch Pestizide und der immer noch zunehmende Straßenverkehr machen den Nachtgreifvögeln das Leben schwer. Der Verlust von Brut- und Jagdbiotopen in Folge der Ausräumung der Landschaft ist jedoch die gravierenste Gefährdungs- und Rückgangsursache für unsere heimischen Eulen.
Hier setzt die „AG-Eulenschutz" mit ihrer Arbeit an. Vorrangig versucht sie vorhandene Eulenrefugien zu erhalten und neue zu schaffen - ohne Lebensraum keine Eulen - no wildlife -Bestand an Biotopen 


Reisende, die die
Ringstraße am Nordhang des Stemweder Berges befahren, erleben, wie sich das Landschaftsbild verändert. Die Monotonie einer rein landwirtschaftlich genutzten und ausgeräumten Feldflur weicht einem naturnahen, reich strukturierten Landschaftsbild.So beginnt sich durch die Feldflur ein Netzwerk aus Hecken, Alleen,  Feldholzinseln, Streuobstflächen, Solitärbäumen und Grasgesellschaften zu spannen, Lebensraum für Tiere und Pflanzen, Pluspunkte im Eulenrevier.Oft stellt sich die Frage, wie viel „Natur" wir für eine halbwegs gesunde Umwelt eigentlich benötigen, eine schwer zu beantwortende und komplexe Frage.Nach M. Petratz werden neben kleinen Feldergrößen je 100 Hektar landwirtschaftlicher Fläche etwa 6 km Wege mit Bewuchs, 5 km wegebegleitende Altgrasstreifen, mehr als 5 Feldholzinseln, 6 Wildwiesen (Grasgesellschaften von ca. 0,3 ha) sowie eine möglichst große Anzahl von verschiedenen Vegetationstypen (Feldfrüchten) und Extensivflächen, als gut eingestuft.Auf 20 ha Fläche sind derzeit 37 Einzelmaßnahmen errichtet.  Im einzelnen wurden in 2002 folgende Projekte verwirklicht oder weitergeführt:
Aufforstungsfläche Flur 28 - Das Projekt soll gemeinsam mit der Samtgemeinde Lemförde durchgeführt werden gemäß der Planung für den Nordhang des Stemweder Berges. Die Finanzierung wird über die Erstaufforstungshilfen erfolgen. Weitere Flächen werden noch erwartet.

Auf einer größeren Versuchsfläche nahe der Ortsgemeinde Brockum war auf eine Gatterung verzichtet worden. Die Wildschäden sind jedoch so hoch, dass eine Nachgatterung und Ersatzpflanzung durchgeführt und auch abgeschlossen ist. Eine entsprechende Bezuschussung ist beantragt. Die Gatterung wurde von Mitarbeitern des Bauhofes der Samtgemeinde Lemförde gestaltet, was eine erhebliche Kostenentlastung seitens der AG Eule bedeutet.
Ein kleines Steinkauz-Biotop ist in Brockum entstanden. Das behördliche Genehmigungsverfahren für das Feuchtbiotop ist abgeschlossen. Aufgrund des Frostes konnte dieses Projekt erst im Januar 2003 durchgeführt werden.


Für das große Feuchtbiotop lt. Flächenentwicklungsplan der Samtgemeinde Lemförde wird die AG Eule die Begrünungsmaßnahmen im Herbst 2003 durch­führen. Renaturierung und Grabenbett, der zum Feuchtgebiet führt, wurde bereits vorgenommen.
Im Raum Quernheim / Brockum entstand mit 2 Heckenstrukturen ein mehrreihiges und artenreiches Heckenbiotop auf einer Gesamtlänge von 500 Metern.
 

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